Massagetherapeut(in) - Details

 

Seminar: Massagetherapeut(in)
Nummer: 139-2
Dauer: 1 Jahr (4 Blöcke intensiv)
Termine:

Nr. 138-1 März 2011 - April 2012
28.03.-03.04.2011 Mo-So je 8-17 Uhr
25.06.-26.06.2011 Sa-So je 8-17 Uhr
07.11.-10.11.2011 Mo-Do je 8-17 Uhr
14.04.-15.04.2012 Sa-So je 8-17 Uhr

Nr. 139-2 März 2012 - Februar 2013
26.03.-01.04.2012 Mo-So je 8-17 Uhr
23.06.-24.06.2012 Sa-So je 8-17 Uhr
05.11.-08.11.2012 Mo-Do je 8-17 Uhr
23.02.-24.02.2013 Sa-So je 8-17 Uhr

Gebühr: EUR 2500,- ermäßigt EUR 2000,-
(Ust.-befreit; als Kosten für die berufl. Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort: IEK Braunschweig, Hamburger Str. 273 A2, 38114 Braunschweig
weitere Info:







MediathekZur IEK-Mediathek

Massagetherapeut(in)

Hintergrund

Die Massage zählt zu den ältesten Behandlungsformen der Medizin. Bereits 2600 v. Chr. beschrieb der Chinese Huáng Dí die ersten Massagehandgriffe und gymnastische Übungen, auf welche sich die praktischen Anwendungen der heutigen Massage beziehen. In Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern gibt es bereits frühe Nachweise in der Ayurveda (Ayur = Leben, Veda = Wissen). Die Ayurveda gilt als älteste Naturheilkunde der Welt (seit ca. 5000 Jahren). Die Abhyanga-Massage ist eine von vielen Anwendungen in der indischen Medizin, ähnlich der klassischen Massage in unserer heutigen Schulmedizin. Die klassische manuelle Massage geht auf die sogenannte „Schwedische Epoche“ und den Gymnastik- und Fechtlehrer Per Henrik Ling (1776 - 1836) mit der Gründung des ersten Zentralinstitutes für Heilgymnastik und Massage (1813) in Stockholm zurück. Heute ist die therapeutische Wirkung der klassischen Massage allgemein anerkannt. In Spezialkliniken, Gesundheitsfarmen, Sportzentren sowie Krankenhäusern findet diese Massageform bevorzugt Anwendung. Zum Beispiel Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Osteopathen, Chiropraktiker und Physiotherapeuten haben die klassische Massage in ihr Behandlungsspektrum aufgenommen. Jeder Mensch hat die Kraft in seinen Händen, anderen Menschen und sich selbst zu helfen.


Ziel

Ziel dieser Ausbildung ist, die Wirkung der klassischen Massage in Bezug auf das Nervensystem, den Knochenbau, die Muskulatur, den Kreislauf und das Lymph­gefäßsystem kennen und verstehen zu lernen. Dabei stehen die praktische Umsetzung und sofortige Anwendbarkeit der Massagetechniken im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird das theoretische Wissen bildhaft und anschaulich vermittelt. Die klassische Massage wirkt reflektorisch sowohl auf die Physis als auch auf die Psyche. Daher liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf den Zusammenhängen zwischen der Massage und den erwünschten Wirkungen, wie zum Beispiel Stressabbau, Bindegewebsstraffung, Muskulaturverbesserung, Erholung von Körper und Geist, Schaffung von Ausgleich bei einem muskulären Ungleichgewicht, Entschlackung und Regeneration der Haut, Verbesserung der Körperwahrnehmung sowie weiterer Anwendungsmöglichkeiten von Massage im Präventivbereich.

 

Aus dem Inhalt

  • Entstehungsgeschichtlicher Überblick der Massage bis zur heutigen Zeit
  • Anamnese des/der Klienten/in, um Risiken durch die Masssge auszuschließen
  • Verweise auf verschiedene Massagetechniken und Schulen, wie z. B. Periost­massage, Biodynamische Massage, Cranio-Sacral-Massage, Bindegewebs­massage, Polaryty-Massage, Cellulitits-Behandlungen
  • Indikationen und Kontraindikationen der klassischen Massage
  • Lagerungsvorbereitung und optimale Umgebung
  • Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
  • Griffarten und Grundtechniken der klassischen Massage (Effleurage, Pétrissage, Friktionen, Tapotements & Vibrationen)
  • Rhythmische und nacheinander ablaufende Massageschritte mit täglicher Wiederholung
  • Psychologische und therapeutische Indikationen
  • Reflektorische Fernwirkung der Massage, präventiv anwendbar bei häufigen Beschwerden
  • Massage bei Geburtsvorbereitung und Geburtshilfe
  • Kopf- und Gesichtsmassage aus der Rückenlage
  • Fußreflexzonenmassage, differentielle Verfahren
  • Selbstmassage
  • Honigmassage, Schokoladenmassage
  • Hot-Stone-Massage
  • Bauchmassage
  • Progressive Muskelrelaxation (Seminarleiterschein): diese Methode nach Jacobson ist leicht erlernbar und kann sehr effektiv sein. Es findet ein Wechsel­spiel zwischen An- und Entspannung statt. Ein Nachspüren kann schließlich zur bewussten und gewünschten tiefen Entspannung führen. Ist diese Methode ver­innerlicht, kann sie im Alltag wirksam gegen beispielsweise Stress, Schlaf- und Konzentrationsstörungen eingesetzt werden.
  • Prävention und Rehabilitation
  • Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen aus der Praxis
  • Durchführung und Gestaltung massagetherapeutischer Einheiten
  • Ablauf von Teilbereichsmassagen bis zur Ganzkörpermassage, mit fachgerechter Anwendung und Darstellung
  • Ergonomie (Eigenbetrachtung des richtigen Standes, um Fehlhaltungen zu ver­meiden)
  • Grundlagen der Existenzgründung, bspw. die Möglichkeiten der „Mobilen Massage“
  • Einzelcoaching


Aus dem Methodenteil

In der Ausbildung werden durch Vortrag, Gruppenarbeit und Diskussion theoretische und praktische Grundlagen zur Massage geschaffen. Die erworbenen Kenntnisse werden unter Anleitung von erfahrenen Therapeut(inn)en aus der Massage und der Medizin praktisch umgesetzt und ausführlich geübt. Im Mittelpunkt stehen Selbst­erfahrung, Praxiserfahrung und Supervision. Die Teilnehmer(innen) führen selbst entwickelte Massagesitzungen durch. Am Ende der Ausbildung findet eine schriftliche und praktische Prüfung statt, welche die Teilnehmenden befähigt, ins Berufsleben einzusteigen, zum Beispiel im Rahmen einer Existenzgründung.


Hier finden Sie einige Impressionen aus der Ausbildung: Galerie