Schreibtherapeut(in) - Details

 

Seminar: Schreibtherapeut(in)
Nummer: 701-2, 702-2
Dauer: 1 Jahr (4 Blöcke intensiv)
Termine:

Nr. 707-1 Oktober 2011- September 2012
10.10.-16.10.2011 Mo-So je 8-17 Uhr
03.02.-05.02.2012 Fr-So je 8-17 Uhr
07.06.-10.06.2012 Do-So je 8-17 Uhr
13.09.-16.09.2012 Do-So je 8-17 Uhr

Nr. 701-2 April 2012- März 2013
16.04.-22.04.2012 Mo-So je 8-17 Uhr
31.08.-02.09.2012 Fr-So je 8-17 Uhr
29.11.-02.12.2012 Do-So je 8-17 Uhr
21.03.-24.03.2013 Do-So je 8-17 Uhr

Nr. 702-2 Oktober 2012- September 2013
22.10.-28.10.2012 Mo-So je 8-17 Uhr
01.02.-03.02.2013 Fr-So je 8-17 Uhr
06.06.-09.06.2013 Do-So je 8-17 Uhr
12.09.-15.09.2013 Do-So je 8-17 Uhr

Gebühr: EUR 2500,- ermäßigt EUR 2000,-
(Ust.-befreit; als Kosten für die berufl. Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort: IEK-Braunschweig, Hamburger Str. 273 A2,38114 Braunschweig
weitere Info:







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Schreibtherapeut(in)

Schreibtherapeut(in)

mit kassenanforderungsorientierter Zusatzqualifikation

1 jährige Ausbildung

Hintergrund

Schreiben ist eine der ältesten Therapieformen der Menschheit: Schon immer haben die Menschen versucht, seelische und körperliche Krisen durch Schreiben zu meistern. Beim Schreiben tritt man in einen intensiven Dialog mit sich selbst und seinem Unbewussten. Man erfährt mehr über sich und die Hintergründe der eigenen Lebensgeschichte, man kann sich seine Sorgen, Nöte und Ängste von der Seele schreiben. Papier kritisiert nicht – Schreiben eröffnet die Möglichkeit, ohne Angst seine innersten Gefühle auszudrücken. Man kann sein Leben analysieren und ihm eine neue Richtung geben, Kränkungen und Verletzungen aufspüren und sie schreibend verarbeiten.

Ziel

Der Kurs befähigt die Teilnehmer(innen) dazu, die Methoden der Schreibtherapie und Schreibpädagogik anzuwenden und zeigt ihre Möglichkeiten und Grenzen. Zusätzlich werden die theoretischen Hintergründe der Schreibtherapie vermittelt. Die Teilnehmer(innen) entwickeln die literarische, kommunikative, methodische und didaktische Kompetenz, um Gruppen und Einzelpersonen in ihrem Schreibprozess zu begleiten und zu fördern, Schreibgruppen und –workshops zu leiten.

Die Ausbildung beinhaltet die folgenden vier Elemente:

Basismodul

Aus dem Inhalt:

  • Geschichte der Schreibtherapie
  • Schreibtherapie und Tiefenpsychologie
  • Der heilende Umgang mit Worten
  • Kränkungsbiografie
  • Verarbeitung von Kränkungen mit Hilfe unbewusster Sprachbilder
  • Verborgene Gefühlsmuster
  • Wahrnehmen und Ausdrücken in Sprachskizzen
  • Freudianisches erforschen und gestalten
  • Das poetische Selbst
  • Kreatives Schreiben: Begriff, Entwicklung und Geschichte
  • Psychologische Aspekte des kreativen Schreibens: kognitive und emotionale Zugänge
  • Kognitive und emotionale Schreibblockaden
  • Emotionales Schreiben vs. kognitives Schreiben, formfreies Schreiben
  • Das Archaische in der Schreibtherapie, Reflexion, Archetypik
  • Schreibtherapie: Schnittstelle zwischen Ich und Über-Ich ?
  • Anwendung von Equipment und Multimediaeinsatz
  • Selbsterfahrung und einzeltherapeutische Gestaltung
  • Supervision und Coaching

Therapeutische Fachvertiefung

Vertiefung I

Symbol und Sprache

Aus dem Inhalt:

  • Autogenes Training (Seminarleiterschein)
  • Der Zugang zu Symbolen mittels des Autogenen Trainings
  • Symbolarbeit in der Schreibtherapie
  • Imagination von Symbolen
  • Aufsuchen von Gefühlszuständen und ihrem Ausdruck in der schreibtherapeutischen Symbolsprache
  • Veränderung: Wahrnehmung/Wahrnehmungsverarbeitung
  • Aufdecken unbewusster Strukturen und Mechanismen mittels der Symbolsprache
  • Abstraktion von Vorstellungsinhalten
  • Gedächtnis und Zeitempfinden
  • Physiologische Effekte
  • Erstellung eines Seminarplanes
  • Selbsterfahrung
  • Durchführung und Gestaltung von Trainingseinheiten

Vertiefung II

Märchen und Mythen

  • Die Bedeutung von Geschichten für die Seele und die therapeutische Wirksamkeit von Märchen
  • Archetypische Grundmuster in Märchen und Mythen
  • Archetypen und ihre Wirkung auf das individuelle Weltempfinden
  • Der seelische Reifungsprozess der Märchen- und Mythenfiguren und ihre Bedeutung für die psychologischen Entwicklungsstufen des Rezipienten
  • Mythen und Märchen und Psychoanalyse / Die Bewältigung des Vater- und Mutterkomplexes / Die Beziehung zwischen dem inneren Kind, der inneren Mutter, dem inneren Vater
  • Die Bedeutung von Raum und Zeit im Märchen / Der Zeitpunkt des Handelns, Erkennens und Auflösens / Kairos, die richtige Ordnung in der Zeit / Entwicklung des Fehlenden, Wiedereingliederung des Ausgestoßenen
  • Das Sinnhafte des Zufalls im Märchen
  • Archetypische Grundordnungen und das Prinzip des Ausgleichs
  • Evolutionäre Entwicklungen und das Gleichgewicht des Weltganzen in Märchen und Mythen (Prometheus / Demeter – Persephone / Medea)
  • Die Bedeutung der Zahl im Märchen und ihre Aufschlüsselung im psychologischen Kontext
  • Die Arbeit mit Märchen im therapeutischen Prozess
  • Die wertfreie Betrachtung und das Erfassen von archetypischen Grundenergien und ihre Bedeutung und Analyse für den therapeutischen Prozess

Vertiefung III

Biografisches Schreiben

Aus dem Inhalt:

  • Biographos – meine Lebenserzählung
  • Schritte zur Lebenserzählung
  • Das Werkzeug „Schöpfkelle”
  • Zeit, Gefühl, Erinnerung
  • Geheimnisse
  • Giftcocktails
  • Das hässliche Entlein
  • Ich und die Anderen - alle in mir
  • Das Wunschdrehbuch
  • Schreiben heißt sich klären
  • Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte
  • Schreiben als Ritual

Aus dem Methodenteil

In der Schreibtherapie sind natürlich Sprache und Vorstellung die wichtigsten Arbeitsmaterialien. Die Schreibtherapie zielt vor allem auf die heilende Wirkung ab, während es bei der Schreibpädagogik vor allem darum geht, mehr über sich und seine Beziehung zur Welt zu erfahren. Die Selbsterfahrung der Teilnehmer(innen) legt neue persönliche Potentiale frei, um im breiten Feld der Schreibtherapie die eigene Methodik zu finden. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsame Therapieansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer selbst entwickelten Seminar- und Therapieeinheit. Therapieeinzelsitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert.


Hier finden Sie einige Impressionen aus der Ausbildung: Galerie