Kursleiter(in) für Objekttheater - Details

 

Seminar: Kursleiter(in) für Objekttheater
Nummer: 591-2
Dauer: 5 Tage Intensivseminar
Termine:

Nr. 547-1: 17.10.-21.10.2011; Mo-Fr je 9-16.30 Uhr
Nr. 591-2: 22.10.-26.10.2012; Mo-Fr je 9-16.30 Uhr

Gebühr: EUR 600,-, ermäßigt* EUR 480,- (UST.-befreit)
(* bitte entsprechendes Papier der Anmeldung beilegen)
Ort: IEK Braunschweig, Bültenweg 95, 38106 Braunschweig
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Kursleiter(in) für Objekttheater

Ziel

Das Objekttheater ist dem Bildertheater, dem Figuren-, Masken-, Tanztheater, der Performance und der Aktionskunst verwandt. Traumbilder entstehen lassen, zum Ausdruck bringen von inneren Prozessen, alles auf den Kopf stellen -nichts nehmen wie es ist, kennzeichnet die Darstellungsform des Objekttheaters. Die Ausdrucksbreite des Objekttheaters reicht von kleinen und sensiblen Szenen bis hin zu sehr raumgreifenden und kathartischen Aktionen, von spielerisch bis konstruktiv, von konkret bis abstrakt. Vom kleinsten Schuhkarton bis zur großen Theaterbühne kann es überall stattfinden. Besonders ist die Gleichwertigkeit von Bühnenbild, Akteuren, Objekten und Musik. Text einzusetzen ist nicht nötig, aber möglich.

Die Ausbildung ist darauf ausgerichtet, eigene Erfahrungen im Objekttheater und seiner Vermittlung zu machen und qualifiziert zur Intensivarbeit mit Einzelnen und zur Anleitung von Theatergruppen in therapeutischen, pädagogischen und künstlerischen Kontexten. Die Ausbildungsmodule Objekttheater, Tanz, darstellende Kunst, Kunsttherapie ergänzen sich sinnvoll.

Das im Objekttheater so zentrale Einspüren in ein Material und seine Eigenschaften hilft, die Fixierung auf das eigene „Problem“ bzw. das Selbst als „Problem“ zu lösen und setzt so Kreativität (für Lösungsprozesse) frei. Die Arbeit mit Objekten ist besonders geeignet für Personen, die Freude am Gestalten und am Umgang mit Materialien haben, aber evtl. (vorerst) zu scheu sind, selbst (ausschließlich) Protagonist einer Darstellung zu sein. Auch körperlich stark eingeschränkte Menschen können sich mit Objekten - auf der kleinen Bühne -darstellerisch ausdrücken.

Aus dem Inhalt

  • Das Entdecken des Materials, das Finden von Gegenständen
  • Erforschen, transformieren eines persönliches Objektes
  • Materialien kennenlernen - hineinspüren
  • Körper und Objekt
  • Ich folge dem Objekt - das Objekt folgt mir - „Verschmelzen“ mit Material/Objekt
  • Objektebene - Symbolebene - Spielebene - Klangebene
  • Raum und Bühne im Objekttheater
  • Entwicklung von Themen, Abläufen, Aktionen, Geschichten mit dem Objekt und aus dem Objekt heraus
  • Objektbau: Hinweise, Techniken, Materialien für verschiedene Umgebungen/Zwecke/Gegebenheiten
  • Körper-, Stimm- und Bewegungsübungen
  • Entspannungs- und Sensibilisierungsübungen
  • Improvisation
  • Ritualisierung: Die Bedeutung von wiederholbaren Handlungen und Abläufen
  • Transformationen
  • Klangerforschung und Klangentwicklung mit einem Material/Objekt
  • Maske - Ganzkörpermaske - Kostüm - Objekt
  • Beispiele aus Kunst, Kultur, Geschichte
  • Von der Vision zum Objekt - vom Objekt zur Vision
  • Einsatz von Klang und Musik
  • Einsatzmöglichkeiten von Technik
  • Präsenz des Objektes - Präsenz des Spielers
  • Authentizität und Erzählung

Aus dem Methodenteil

Die TeilnehmerInnen lernen in Gruppen- und Einzelübungen verschiedene Techniken und Methoden des Objekttheaters und deren Vermittlung kennen. Verschiedene Materialien, ihre Einsatz- und Bearbeitungsmöglichkeiten werden vorgestellt, praktisch erfahren und im Rahmen des Seminars theoretisch erweitert. Beispiele aus Kunst, Kultur und Geschichte werden vorgestellt.

Gemeinsam wird die Relevanz der Ansätze im Kontext verschiedener Anwendungsbereiche reflektiert. Dabei wird auf die Hintergründe und Bedürfnisse der TeilnehmerInnen eingegangen. Einzel- oder Gruppencoaching ist möglich.
Im Gegensatz zu einer rein künstlerischen Arbeit steht in diesem Seminar das eigene Erleben und dessen Reflektion im Fokus. Das Hauptaugenmerk liegt auf der praktischen Arbeit, die durch theoretische Einführungen ergänzt wird. Die einzelnen Arbeitsphasen werden mit kurzen Konkretisierungen abgeschlossen. Der Kurs endet wahlweise mit der Aufführung einer Objekttheaterszene, einer Performance und einer Improvisation mit einem persönlich ausgewählten Material, Objekt oder mit der Anleitung einer Gruppe und das Begleiten eines Einzelnen.


Hier finden Sie einige Impressionen aus der Ausbildung: Galerie