Kunst- und Gestaltungstherapeut(in)

Kursname:Kunst- und Gestaltungstherapeut(in)
Dauer:1 Jahr (4 Blöcke intensiv)
Termine:Nr. 317-BS9: 19. 08. 2019 bis 26. 07. 2020
Nr. 318-BS0: 03. 02. 2020 bis 17. 01. 2021
Nr. 319-BS0: 07. 09. 2020 bis 29. 08. 2021
Gebühr:EUR 3200,- (USt.-befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)
Ort(e):IEK Braunschweig Neuraumvilla, Rübeländerstr. 21, 38889 Blankenburg (Harz)
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden.Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Autogenes Training entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierte Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des §20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Offenheit, Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Bereitschaft zur Kreativität und zur Entwicklung eines positiven Selbstbildes.
Sonstiges:Die erfolgreiche Teilnahme ermöglicht Ihnen die kostenlose Teilnahme an der Ausbildung Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz. In der Ausbildung enthalten ist bei Bedarf ein klientzentriertes Einzelcoaching für die Aufarbeitung eigener psychologischer Themen, zur Generierung von Handlungsperspektiven im Berufsfeld sowie der Entwicklung eines individuellen Marketingkonzeptes. Zwischen den Ausbildungsblöcken findet im Eigenstudium themenrelevante theoretische und praktische Vertiefung, die Aufstellung eines persönlichen Seminar - und Therapiekonzeptes sowie Selbsterfahrung statt. Bitte Decke, Kissen, warme Socken sowie Malkleidung mitbringen.
Kursbeschreibung als PDF:

Hintergrund

Der Ausbildung zum/r Kunst- und Gestaltungstherapeuten/-in liegt ein integraler Ansatz zugrunde. Geht man davon aus, dass jede Art kreativ-künstlerischen Ausdrucks des Menschen einem grundlegenden Prozess folgt, nämlich der Inspiration auf ihrem Weg zur Verstofflichung eine Form zu geben, sind auch in Fragen der kreativtherapeutischen Anwendung dieser Ausdrucksmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Die Kunst- und Gestaltungstherapie vereint vor dem Hintergrund eines weiten Kunst- und Gestaltungsbegriffes daher ganz unterschiedliche Bereiche kreativer Therapien: musiktherapeutische Interventionen gehören ebenso dazu wie klassisch-kunsttherapeutische, bildnerische Verfahren wie auch die Methoden der Entspannungstherapie.

In der Kunsttherapie geht es auch darum, durch künstlerische Medien wie z.B. Zeichnen, Malerei, Collage, dreidimensionales Gestalten das Innere zu entdecken, alte Muster, Blockaden, festgefahrene Handlungsabläufe zu erforschen und durch das Gestalterische nach Außen zu bringen. Zusätzlich dazu kann vertiefend in die Essenz der Farben, Formen, Symbole, Gestaltungsobjekte eingetaucht werden, so dass das Verstehen ihrer Wirkungsweise, ihr Informationsgehalt und ihre archetypische Energie, im kreativen Prozess bei bestimmten Themen gezielt einsetzt werden kann. Es ist ein kreativer Prozess, der aus der Wechselwirkung zwischen der inneren und äußeren Welt neue Handlungsperspektiven, Gefühlstransformationen und innere Integration hervorrufen kann.

Der Gestaltungsbegriff ist in der Regel untermauert durch tiefenpsychologische Ansätze, die auch der Kunsttherapie zugrunde liegen. Das Gestalten (z.B. mit Farben oder Ton) wird in dem Kontext als Prozess der Formgebung aufgefasst, der sich mit allgemeinen therapeutischen, psychologischen und psychoanalytischen Objektbeziehungs- und Ich-Theorien parallelisieren lässt und darüber hinaus diese auch empirisch bestätigt. Dabei geht die Kunst- und Gestaltungstherapie davon aus, dass die gestaltete Form Aspekte unbewusster Prozesse des/der Gestaltenden in der therapeutisch begleiteten Selbsterfahrung erlebbar und durch die stoffliche Form sichtbar machen kann. Derartige Ansätze finden sich vor allem in der Psychodynamik C.G. Jungs.

Ziel

Die Teilnehmenden der Ausbildung erwerben die Qualifikation der Intervention mittels kunst- und gestaltungstherapeutischer Verfahren aus integraler Perspektive, um die kreativen Ausdrucks- und Gestaltungsprozesse von Personen therapeutisch zu begleiten und sie hinsichtlich ihrer Deutung sowie des Übertragens der Prozessergebnisse aus der Selbsterfahrung auf ihren Alltag zu beraten.

In der Ausbildung werden allgemein-therapeutische und künstlerisch-kreative Methoden vermittelt, die den Zugang zum Gestaltungsprozess und individuellen Ausdruck erleichtern, und durch die Erfahrung von Kreativität zu mehr körperlichem, seelischem und geistigem Gleichgewicht verhelfen.

In der Ausbildung geht es primär nicht um künstlerische Ambitionen mit dem Ziel ein Kunstwerk im engeren Sinne zu schaffen, sondern um die Möglichkeit, Unbewusstes musikalisch, bildlich und via Bewegung zu symbolisieren und zu integrieren.

Die Teilnehmer(innen) erwerben die Qualifikation der (gruppen-) therapeutischen Intervention mittels einer Methodenvielfalt klassischer bildnerisch-kreativer Methoden und Medien der Kunst- und Gestaltungstherapie, wissenschaftlich fundierter Entspannungsverfahren sowie verschiedener Elemente aus den Imaginationsverfahren und Musiktherapie. Dieser ganzheitliche Ansatz, durch die Synthese aus traditionellen Methoden modernen wie alternativen Inhalten und innovativen Vermittlungsformen, ermöglicht ein tiefes Eintauchen in die jeweilige Thematik und eine praxisnahe und kompakte Vermittlung. Die Ausbildung beinhaltet die folgenden vier Elemente:

Basismodul

Aus dem Inhalt:

Themenblock – Kunsttherapeutische Grundlagen

Ansätze der Kunsttherapie

  • Psychodynamische Ansätze (nach C.G.Jung, Freud)
  • Humanistische Ansätze (Gestalttherapie, phänomenologische Arbeit)
  • Verhaltenstherapeutisch-kognitive und entwicklungspsychologische Ansätze

Formenlehre

  • Ansätze der Formenlehre
    – in der tiefenpsychologischen Kunsttherapie
    – in der transpersonalen Energielehre
  • Psychologische Bedeutung und die therapeutische Wirkkraft der Formen
  • Therapeutischer Umgang mit den Grundformen
  • Sinnliche Erfahrung der Formen durch auditive, visuelle, haptische und dynamische kunsttherapeutische Methoden
  • Die Formen als Symbol
  • Aufdeckung unbewusster Strukturen und Mechanismen, affektive Umstrukturierung – die psychologische und energetische Wirkung von Grundformen und ihr Transformationspotenzial

Farbenlehre – Wirkung der Farben, farbtherapeutische Interpretation

  • Farbpsychologische Versuchsreihen und ihre Bedeutung in der Kunsttherapie
  • Die phänomenologische Farbenlehre bei J.W. Goethe
  • Der Tiefenpsychologischer Ansatz nach C.G. Jung
  • Die Farben in der feinstofflichen Energielehre und ihre Emotionszuordnung

Kunsttherapeutische Techniken zwei- und dreidimensional

  • Malerei
  • Collage
  • Ton- und Gipsarbeit
  • Kunsttherapeutische Biografiearbeit
  • Bildnerische Wahrnehmungsschulung
  • Form, Farbe, Bildaufbau, Proportion und Ästhetik
  • Wahrnehmung / Wahrnehmungsverarbeitung (Seherfahrungen, Tasterfahrungen – visuell und über den gesamten Körper)
  • Förderung der Kreativität durch gestalterischen Ausdruck
  • Persönlichkeitsentwicklung – das Bild und das „Ich“
  • Auflösen von Blockaden
  • Vorherrschende Gefühle in Bilder / Objekte umwandeln
  • Potentialentwicklung mittels neuer Medientechniken
  • Prozessentwicklung durch die Arbeit am Bild (Einzelarbeit, dialogisches Malen)
  • Wechselwirkung zwischen dem Menschen und der Außenwelt im kunsttherapeutischen Prozess (Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung)
  • Grundlagen der Psychologie und therapeutische Interventionstechniken
  • Anamneseverfahren / differentielle Behandlungsverfahren
  • Einzelcoaching
  • Selbsterfahrung Anwendung von Equipment
  • Durchführung und Gestaltung von Trainingseinheiten
  • Therapeutische Interventionen
  • Abrechnungsgrundlagen/Krankenkassen/Rechtliches

Therapeutische Fachvertiefung

Methoden der imaginativen Psychotherapie und wissenschaftlicher Entspannungsverfahren

Vertiefung I

Autogenes Training (Seminarleiterschein) und Elemente aus der Hypnosetherapie

Vertiefung II

Katathymes Bilderleben (Seminarleiterschein) und Bildgetragene Entspannung

Aus dem Inhalt

  • Theoretische Grundlagen
  • Physiologische und psychologische Aspekte der Entspannung zur Steigerung der Kreativität
  • Autopsychoanalyse
  • Farberlebnisse/Farbtherapeutische Lehre
  • Imagination von Objekten
  • Bild- und Traumdeutung
  • Aufsuchen von Gefühlszuständen
  • Finden des Eigengefühls in Selbsterfahrung
  • Affektive Umstrukturierung
  • Regressionstechniken
  • Rapport
  • Veränderung: Wahrnehmung/Wahrnehmungsverarbeitung
  • Hypnoseinduktion und ihre Trancevertiefung durch Farb, Form und Symbolvisualisierung
  • Aufdecken unbewusster Strukturen und Mechanismen
  • Abstraktion von Vorstellungsinhalten
  • Gedächtnis und Zeitempfinden
  • Trance
  • Meditative Vorbereitung (Bild- und Farbmeditation)
  • Wechselwirkung zwischen dem Menschen und der Außenwelt (Tagtraumtechnik, Kreativvisualisieren, Imagination, Phantasiereisen, Bilderleben)
  • Wirkung der Farben, farbtherapeutische Interpretation
  • InnenRäume”Seelenräume der Menschen
  • Spontane Imagination / Bilderleben
  • Synchronität und Wandel des Bilderlebens
  • Physiologische Effekte
  • Interventionstechniken: Psyche und Gesundheit
  • Physiologische Effekte
  • Interventionstechniken: Psyche und Gesundheit
  • Erstellung eines Seminarplanes
  • Selbsterfahrung
  • Durchführung und Gestaltung von Trainingseinheiten

Vertiefung III

Elemente der Musiktherapie und ihre Relevanz für die Kunsttherapie

Aus dem Inhalt

  • Kommunizieren über die Musik in Verbindung mit kunsttherapeutischen Methoden
  • Erleben des Eigenklanges
  • Entwerfen eines musikalischen Seelenbildes in Bild und Darstellung
  • Ausdruck des Ist-Zustands
  • Veränderung von Emotionen durch Musik, Form und Farbe
  • Ergründen von klanglichen „Emotionslücken”und ihre Darstellung im „Ausdruck”
  • Spontane Imagination und vertiefendes Eintauchen in die „InnenRäume”der Seele durch musikalische Untermauerung
  • Der Klang und sein Symbol in der feinstofflichen Energielehre- Emotionszuordnung
  • Zusammenhänge zwischen Klängen, Farben, Chakren und Meridianen
  • Mein Eigenlied“ und seine Darstellung im Skulpturen, Bilder, Symbole, Formen, Farbe
  • Finden der Eigenfarbe und ihre Verknüpfung mit dem Eigenklang
  • Bild- und Tonvisualisierung
  • Regeneration und Auflockerung in der Kombination aus Musik und

    Malerei

  • Farbvermischungen bei Musikuntermalung beobachten
  • Selbstwahrnehmung und Gefühlsdifferenzierung durch die Verbindung von Malerei und Musik

In der Ausbildung wird durch Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung eine Wissensbasis zu den modernen kunsttherapeutischen Grundlagen, Kreativitäts- und Entspannungstechniken geschaffen. Die Teilnehmer(innen) üben Elemente aus den unterschiedlichen Verfahren. Die Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre therapeutische Relevanz hin geprüft. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsame Therapieansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer selbst entwickelten Seminar- und Therapieeinheit. Therapieeinzelsitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert.

So melden Sie sich für eine unserer Ausbildungen an:

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Kunst- und Gestaltungstherapeut(in)

IEK Braunschweig Neuraumvilla, Rübeländerstr. 21, 38889 Blankenburg (Harz)

EUR 3200,- (USt.-befreit, befreit, Ratenzahlung möglich, für die berufliche Weiterbildung steuerlich absetzbar)